Deutliche Erholung für Lufthansa Cargo

Lufthansa_loading_pic_3Lufthansa Cargo konnte das Betriebsergebnis letztes Jahr um mehr als ein Viertel (26,6 %) auf 100 Millionen Euro steigern. Das deutsche Frachtunternehmen war damit wieder erfolgreicher als der große europäische Rivale Air France-KLM Cargo , der voriges Jahr einen empfindlichen Verlust von 212 Millionen Euro hinnehmen musste. Das deutsche Luftfrachtunternehmen konnte das Ergebnis bei einem fast gleich hohen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro und einer konstanten Frachtauslastung von 69,7 % erheblich steigern. Das Frachtvolumen ist sogar leicht um 2,7 % auf 1,66 Millionen Tonnen gesunken. 

Lufthansa erzielte die beachtliche Gewinnsteigerung in erster Linie durch erfolgreiches Kostenmanagement (Gesamtkosten: 2,4 Milliarden Euro). Die Kosten konnten letztes Jahr um 2 %, d. h. fast 50 Millionen Euro gesenkt werden. Eine große Rolle haben die niedrigen Kraftstoffkosten (-15 % auf 450 Millionen Euro), zusätzliche Einkünfte aus der Frachtabfertigung (6 %), niedrigere Preise für die Miete von Frachtchartern und geringere Wartungskosten (-5,5 %) gespielt. Diese positiven Effekte konnten die höheren Abschreibungsaufwendungen der Frachtflotte (137 % auf 64 Millionen Euro) und die negativen Währungseffeke reichlich kompensieren. Die Personalkosten (4.657 Mitarbeiter) sind mit 387 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. 

Die Frachtdivision von Lufthansa trägt mit 2,4 Milliarden Euro ungefähr 8 % zum Umsatz bei und ist damit die größte Sparte hinter dem Passagiertransport. Die Frachtaktivitäten wurden letztes Jahr mit einer Frachtflotte von sechzehn MD11Fs und vier B777-200F abgewickelt. Diese Frachtflugzeuge boten 40 % der gesamten Frachtkapazität. Ferner verkauft Lufthansa Cargo die Frachtkapazität der Passagierflugzeuge der Muttergesellschaft und der Tochter Austrian Airlines. 50 % des gesamten Frachtvolumens des Konzerns wird als Belly-Fracht abgewickelt. Die übrigen 10 % verteilen sich auf Straßentransport (3 %), Joint-ventures (Aerologic mit DHL) und Frachtcharter.

Quelle: Nieuwsblad Transport, John Versleijen