Automatische Be- und Entladeanlage für 2000 Käseräder

Käse und Holland sind unlöslich miteinander verbunden. Pro Jahr rollen aus den niederländischen Käsereien über 800.000 Käseräder. Damit haben sich die Niederlande zu einem der größten Käsehersteller Europas entwickelt. Der Käse wird in über 130 Länder exportiert. Aus der Perspektive der Logistik ist Käse ein besonderes Produkt. Im Gegensatz zu anderen Branchen, in denen die Waren möglichst schnell das Magazin verlassen, liegen Käselaibe, um zu reifen, bis zu 18 Monate im Lager. Heute werden die Käseräder mit einem Roboter aus den Regalen geholt und über ein Transportband zum Fahrzeug befördert. Das Be- und Entladen der Fahrzeuge erfolgt jedoch häufig noch von Hand.

Van Eck hat in den vergangenen Jahren verschiedene Fahrzeuge entwickelt und gebaut, die speziell für den Transport loser Käseräder konzipiert sind. Van Eck baut sowohl Fahrzeuge, die von Hand zu be- und entladen sind, wie auch Fahrzeuge mit einer automatischen.
 
Be- und Entladeanlage.Käsefahrzeug mit zwei, drei oder vier Ladeflächen
Alle Käsefahrzeuge sind mit einer gedämmten Karosserie ausgerüstet. Für die gedämmten Wände werden Polyurethan und reines Polyesterharz verwendet, die mit Hilfe von Glasfaser und Glasroving miteinander verbunden werden (im so genannten Nass-in-Nass-Verfahren). Da die Wände im Nass-in-Nass-Verfahren hergestellt werden, sind sie extrem stark und schlagfest. Wegen des im Allgemeinen großen Gewichts der Käseräder, bis zu 14 kg/Stück, ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Karosserie das Gewicht problemlos bewältigen kann. Aus diesem Grund werden die Wände zusätzlich verstärkt. Dabei werden jedoch keine Profile aus Holz oder Metall verwendet. Alle Verstärkungen sind komplett aus Kunststoff (anstelle von Holz- oder Metallprofilen), wodurch Wärmebrücken zwischen der Innen- und Außenwand völlig ausgeschlossen sind. Das bedeutet, dass das Fahrzeug dank dieser Konstruktion eine sehr lange Lebensdauer erhält.
An die Wand werden Kastenprofile aus Edelstahl montiert, wodurch eine zweite, dritte und/oder vierte Ladefläche geschaffen werden kann und mit demselben Fahrzeug trotzdem normale Paletten transportiert werden können. Mit wie vielen Ladeflächen das Fahrzeug gebaut werden soll, ist ganz dem Kunden überlassen. Außerdem hat er die Wahl zwischen einer zusätzlichen horizontalen oder vertikalen Lagerung der Regalbretter.
 
Automatische Be- und Entladeanlage für 2000 Käseräder
Da ab 2010 nicht mehr von Hand be- und entladen werden darf, hat Van Eck zusammen mit der Firma AutoloaderNL BV einen Trailer entwickelt, mit dem die Käselaibe vollautomatisch be- und entladen werden können. Der Trailer ist mit einem eingebauten Roboter ausgerüstet, der die Laibe automatisch in den Zwischenladeflächen absetzen und wieder herausnehmen kann. Des Weiteren ist im Heck des Trailers eine Anlage eingebaut, die nahtlos an das Transportband der Fabrik oder des Betriebs, in dem be- oder entladen wird, anschließt. Eine große Herausforderung war die Anforderung, dass die Wände des Trailers das Gewicht der Käselaibe (28.000 kg) tragen können müssen und das Fahrzeug eine Innenbreite von 2.500 mm aufweisen sollte. Schließlich sind alle Antriebs- und Servomotoren an der Wand platziert. Aber es ist Van Eck gelungen. Der Trailer kann 28.000 kg Käse transportieren und ist imstande, 2000 Käselaibe in 70 Minuten zu laden. Beim manuellen Beladen benötigte dafür ein Fahrer mit zwei Mitarbeitern mindestens 2,5 Stunden.
 
Alle Funktionen der Anlage werden vom Fahrer über eine Eingabe- und Aufstellungseinheit gesteuert. Der Fahrer kann angeben, ob be- oder entladen werden soll und was – welche Käsearten und welche Stückzahl – be- oder entladen werden soll. Es ist möglich, jede der 12 Ebenen separat auszuwählen und be- oder entladen zu lassen.
 
Um die Qualität des Käses zu gewährleisten, wird auf herkömmlichen Transporten zwischen den Laiben Papier oder Kunststoff platziert, so dass ein Zusammenkleben ausgeschlossen ist. Mit dieser Anlage kann auf die Verwendung von Papier oder Kunststoff verzichtet werden, weil alle Produkte getrennt voneinander auf dem Regalbrett liegen.
 
Die gesamte Anlage erfüllt die HACCP-Norm für unverpackte Milcherzeugnisse.
 
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